Wappen Mandel

Beim Weinfest in Mandel tauchte aufgrund der Ausschmückung des Dorfes mit Fahnen die Frage nach der Bedeutung des Mandeler Wappens auf. Das im Jahre 1959 von der Bezirksregierung genehmigte Wappen zeigt ein Schachbrett mit blau-gelben Feldern, oben rechts ein goldenes Freifeld, darin ein Rabe auf zwei grünen Mandeln. Damit leitet sich das heutige Gemeindewappen vom ehemaligen Gerichtssiegel des Dorfes ab. Dieses Gerichtssiegel hatte den Ursprung im Wappen der ehemaligen Gerichtsherren von Mandel, den Herren von Koppenstein. Koppe bedeutet Kolkrabe, so dass die Koppensteiner den Raben, auf zwei Bergkuppen ruhend, zu ihrem Wappentier machten. Im Gerichtssiegel des Dorfes wurden die Bergkuppen in zwei Mandeln umgewandelt. Da die Koppensteiner einer illegitimen Verbindung der Grafen von Sponheim entstammten, findet sich das blaugelbe Schachbrett der Grafen von Sponheim in ihrem Wappen. Das Wappen der Koppensteiner ist auch Teil des Wappens der VG-Rüdesheim. Denn die von den Franzosen nach der Einverleibung unserer Region in den französischen Staat geschaffene Mairie und spätere Bürgermeisterei Mandel bildete (zusammen mit Hüffelsheim) den Grundstein für die heutige VG-Rüdesheim.